HOG Arbegen 

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Videos vom 14. Arbegener Treffen

(10.05.2010) Ein ausfürlicher Bericht finden Sie hier...

Festgottesdienst


Glockengeläut und Orgel


Arbegener Chor: Af deser Iërd do äs e Land


Begrüßung durch Rolf Binder (Junior)


Gemeindelied: 97

1. Liebster Jesu, wir sind hier, / dich und dein Wort anzuhören;
Gib uns Andacht und Begier / nach des Wortes sel'gen Lehren,
daß die Herzen von der Erden / ganz zu dir gezogen werden.

2. Unser Wissen und Verstand / ist mit Finsternis umhüllet,
wo nicht deines Geistes Hand / uns mit hellem Licht erfüllet.
Gutes denken, tun und dichten / woll'st du selbst in uns verrichten.

3. O du Glanz der Herrlichkeit, / Licht vom Licht aus Gott geboren,
Mach uns allesamt bereit, / öffne Herzen, Mund und Ohren.
Unser Bitten, Flehn und Singen / laß, Herr Jesu, wohl gelingen.


Eingangsspruch: Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat, Halleluja!
Gemeinde: Durch unseren Herrn Jesus Christus, Halleluja!
Pfarrer: Ehr' sei dem Vater und dem Sohn…
Gemeinde: Wie es war im Anfang jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen


Arbegener Chor: Jesus bleibet meine Freude


Gnadenzusage

Glorialied: 281,1

Allein Gott in der Höh' sei Ehr' / und Dank für seine Gnade,
darum daß nun und nimmermehr / uns rühren kann ein Schade!
Ein Wohlgefall'n Gott an uns hat, / nun ist groß Fried' ohn' Unterlaß,
all Fehd' hat nun ein Ende.

Pfarrer: Der Herr sei mit euch!
Gemeinde: Und mit deinem Geist.
Pfarrer: Laßt uns beten ...
Schriftlesung
Gemeinde: Halleluja!



Gemeindelied: 291

1. Ich singe dir mit Herz und Mund, / Herr meines Herzens Lust!
Ich sing' und mach auf Erden kund, / was mir von dir bewußt.

2. Ich weiß, daß deine Majestät / die ew'ge Quelle ist,
daraus uns allen früh und spät / viel Heil und Gutes fließt.

3. Was sind wir doch, was haben wir / auf dieser ganzen Erd',
das uns, o Vater, nicht von dir / allein gegeben werd'?

4. Wer gibt uns Leben, Kraft und Mut? / Wer schützt mit seiner Hand
des gold'nen Friedens teures Gut / in unserm Vaterland?

5. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, / bleibst immer lieb und treu
und stehst uns hilfreich in Gefahr / mit deinem Schutze bei.

6. Du trägst den Sünder mit Geduld / und strafst nur väterlich;
und bitten wir: Vergib die Schuld! / erbarmst du unser dich.



Rolf Binder (Junior): Predigt Teil 1


Rolf Binder (Junior): Predigt Teil 2

Frieden

2.Thessalonicherbrief 3, 16-18

16. Er aber, der HERR des Friedens, gebe euch Frieden allenthalben und auf allerlei Weise. Der HERR sei mit euch allen! 17. Der Gruß mit meiner, des Paulus Hand. Das ist das Zeichen in allen Briefen; also schreibe ich. 18. Die Gnade unseres HERRN Jesu Christi sei mit euch allen! Amen.

Mit diesen Worten schließen die beiden Briefe ab, die Paulus an die Thessalonicher geschrieben hat.

Liebe Arbeger, Verwandte und Freunde, liebe Gemeinde!

Mit dem Gruß des Paulus vom Ende dieses Briefes grüße ich euch auch: Der Herr des Friedens sei mit Euch allen!

Was ist Frieden? Auf jeden Fall eine wunderbare Sache. Frieden, das ist 1. ein Begriff aus der Politik, wenn kein Krieg ist, dann ist Frieden. Frieden, das ist 2. ein Begriff des Lebens miteinander, wenn man miteinander gut auskommt. Frieden, das ist 3. ein Begriff des Herzens, ein Ausdruck von seelischer Reife.

1. „Wer gibt uns Leben, Kraft und Mut? Wer schützt mit seiner Hand des gold'nen Friedens teures Gut in unserm Vaterland?“ - Das haben wir im Lied gesungen.

Wir können Gott dankbar sein, wir leben in Friedenszeiten. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, daß man sich im Leben entfalten kann, daß man seiner Arbeit nachgehen kann, Geld verdienen, die Familie ernähren, seinen Hobbys nachgehen und was man noch alles andere gerne tun möchte. Das geht alles, wenn in dem Land, in dem man lebt, Frieden ist. Wir können dankbar sein, daß wir in solch einem Frieden leben.

Auch in Siebenbürgen haben wir in Friedenszeiten gelebt. - Aber das war etwas anderes. Äußerlich war Frieden, ja, aber trotzdem konnte man sich nicht in aller Hinsicht entfalten: Das heißt, es war in Wirklichkeit kein Friede. Der Kommunismus ist ein Unterdrückungssystem, das haben wir deutlich erlebt. Und so locker über den Frieden zu reden, wie ich ich das gerade jetzt tue, war dort nicht möglich.

Der beständige Kleinkrieg der Regierung gegen die Bevölkerung war etwas, was uns belastet hat. Und es kam noch hinzu: Kommunismus heißt zugleich auch Nationalismus. Das war eine weitere Front des Kleinkrieges. Man mußte sich immer mehr oder minder gegen den rumänischen Nationalismus wehren.

So ist es denn auch so gekommen, daß viele bei Nacht und Nebel das Land verlassen haben, um diesem ach so verlogenen Frieden zu entkommen.

Andere sind durch viele Schikanen hindurch – auch eine Form von Unfrieden – offiziell ausgewandert. Nach der Wende sind dann die meisten anderen auch nach Deutschland gekommen.

Den äußeren Frieden braucht man, um leben zu können, und hier in Deutschland haben wir den auch wirklich gefunden. Die Welt hat sich verändert, der Kommunismus ist gefallen, und jetzt können Richtung Siebenbürgen auch Aktionen laufen wie zur Zeit die Betreuung des Friedhofs in Arbegen – und im Prinzip noch vieles mehr.

Wir leben Freiheit und in wirklichem Frieden, und können uns entfalten.

Mit Wörtern und Begriffen ist das so eine Sache. Was Friede genannt wird, ist es nicht unbedingt. Paulus schreibt an die Thessalonicher an anderer Stelle: „Prüfet alles, und das Gute behaltet.“ (1 Thess. 5,21)

Nur wenn wirklicher Friede herrscht, kann man nach außen auch alles sagen, was einen selber im Inneren bewegt.

„Prüfet alles, und das Gute behaltet.“, sagt Paulus und deutet damit an, daß es eine innere Freiheit gibt, die einem keiner nehmen kann, eine innere Freiheit, die letztlich stärker ist, als äußerliche Unfreiheit, wie auch immer die sich zeigen mag. Und aus dieser inneren Freiheit heraus wächst auch ein innerer Friede, der sich auf lange Sicht gegen jeden äußeren Unfrieden durchzusetzen vermag.

Darauf will Paulus hinaus, wenn er den Thessalonichern vom Frieden erzählt, wenn er den Thessalonichern Frieden wünscht. Und ich wünsche es euch auch:

Der Herr des Friedens sei mit Euch allen!

2. In der Beziehung zwischen Paulus und der Gemeinde von Thessalonich – oder Saloniki, wie der Ort heute heißt – war ein Geist des Friedens da. Frieden ist 2. wenn man miteinander gut auskommt.

Ein Zeichen für das herzliche Verhältnis zwischen Paulus und seinen Leuten finden wir in einer kleinen Bemerkung im Predigttext. Der Brief ist zu Ende, und Paulus schreibt: „Der Gruß mit meiner, des Paulus Hand. Das ist das Zeichen in allen Briefen; also schreibe ich.“

Da hat er also unterschrieben, und sagt augenzwinkernd, ich habe unterschrieben, damit ihr wenigstens in einer Zeile auch meine eigene Handschrift sehen könnt.

Das ist auf der einen Seite ganz toll, eine schöne Geste, er hat seine Unterschrift unter einen Brief gesetzt, der offensichtlich eine Gemeinschaftsarbeit war. Aber, die Tatsache, daß Paulus einen Brief aufsetzt, und alle die Dinge, die in dem Brief stehen, der Gemeinde nicht direkt mündlich, sondern schriftlich mitteilen muß, hat damit zu tun, Paulus saß im Gefängnis, die Christen wurden verfolgt.

Da haben wir einen anderen Fall von Unfrieden. Paulus hatte in Ephesus gepredigt, daß es nur einen Gott gibt, und es kam zu einem Aufruhr, angestiftet vom Goldschmied Demetrios, der seine Souvenirtempelchen des Tempels von Diana nicht mehr verkaufen konnte. „Groß ist die Diana von Ephesus“ hatte die Menge lange gebrüllt. Schließlich hatte die Polizei Paulus gefaßt, und ihn ins Gefängnis gesteckt.

Es gab Schwierigkeiten. Und das, obwohl Paulus die besten Absichten hatte. Es kommt immer wieder vor, daß guten Absichten Steine in den Weg gelegt werden.

Der Friede, der zwischen Paulus und der Gemeinde bestand, konnte aber dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Paulus bekam Besuch im Gefängnis von Silvanus, oder Silas, wie man ihn kurz nannte, und wahrscheinlich auch von Timotheus, seinen guten Freunden. Zusammen haben sie eine Botschaft an die Gemeinde geschickt, somit war Paulus zwar räumlich abwesend, aber im Geiste bei seinen Leuten anwesend.

Äußerlich gab es Unfrieden, der dazu geführt hatte, daß Paulus ins Gefängnis gesteckt wurde. Aber die Gemeinschaft, die Paulus mit den Thessalonichern hatte, wurde dadurch noch bestärkt, weil sich nun Silas und Timotheus mit ihm zusammensetzten, und zusammen mehrere Briefe schrieben, deren tiefe Gedanken uns bis heute erhalten geblieben sind. - Es lohnt sich übrigens, die Thessalonicherbriefe mal durchzulesen.

Wenn man in Gemeinschaft einen Brief schreiben will, geht das nur, wenn man sich gut versteht. Wenn Friede, und nicht Streit untereinander da ist. Ich stelle mir vor, daß die drei eine besonders große Freude daran hatten, zusammen im Gefängnis einen Brief zu schreiben. Paulus war zwar eingesperrt, und damit eigentlich daran gehindert, weiter zu predigen. Das Ergebnis war aber, daß es umso intensiver geschah.

Man hatte versucht, Paulus zu behindern. Dieser Schuß ging nach hinten los. Das Ergebnis ist, daß wir auch heute, 2000 Jahre später noch immer nachlesen können, was Paulus damals seiner Gemeinde zu sagen hatte, und daß wir aus den Briefen spüren können, wie gut Paulus sich mit den Thessalonichern verstand.

Die Freude, die die drei beim Aufschreiben hatten, ist im ganzen Verlauf der Briefe zu spüren, und unter anderem auch in der Notiz ganz am Ende: „Der Gruß mit meiner, des Paulus Hand. Das ist das Zeichen in allen Briefen; also schreibe ich.“

Wenn nur die Unterschrift von Paulus selber geschrieben worden ist, dann war einer von seinen Freunden gewissermaßen sein Sekretär, und hat aufgeschrieben, was Paulus diktiert hat. Wenn der lange Brief gemeinsam geschrieben worden ist – heute schreibt man gar nicht mehr so lange Briefe – dann spielen auch andere Dinge noch eine Rolle.

Natürlich haben die drei auch alles besprochen, was in den Briefen enthalten sein soll, worüber in der Gemeinde gerade geredet wurde, was im Gemeindeleben zur Zeit gerade in Bewegung war. So sind bestimmt auch etliche Gedanken und Formulierungen von Silas und von Timotheus im Text enthalten. Welche das sind, läßt sich kaum noch ergründen. Unter alle diese Gedanken hat Paulus danach seine Unterschrift gesetzt.

Es war eine Gemeinschaftsarbeit, und ich stelle mir vor, daß die drei eine diebische Freude daran hatten, der Obrigkeit von Ephesus damit ein Schnippchen zu schlagen. Wie weitreichend die guten Folgen davon sein würden, konnten sie damals nur ahnen.

Es ist erstaunlich, was für Geschichten einem ein paar kurze Verse aus der Bibel doch erzählen können!

Ich lese sie noch einmal vor: 16. Er aber, der HERR des Friedens, gebe euch Frieden allenthalben und auf allerlei Weise. Der HERR sei mit euch allen! 17. Der Gruß mit meiner, des Paulus Hand. Das ist das Zeichen in allen Briefen; also schreibe ich. 18. Die Gnade unseres HERRN Jesu Christi sei mit euch allen!

Mir persönlich würde es großen Spaß machen, die Originalunterschrift zu sehen, die Paulus unter diesen Brief gesetzt hat. Das war natürlich nur den Leuten vergönnt, die das Original in den Händen hielten.

Dieses Original gibt es schon lange nicht mehr. Aber die Briefe wurden immer wieder abgeschrieben, und später mit vielen anderen Briefen und Schriften zu dem Buch zusammengefaßt, das wir heute das Neue Testament nennen.

Paulus hat mit seiner Unterschrift gewissermaßen seinen Stempel gesetzt. Es sind im Wesentlichen seine Gedanken. Aber weil er alles, was geschrieben wurde, mit seinen Freunden besprochen hatte, hatte das, was in den Briefen stand, von vornherein einen höheren Wert, als wenn er es alles nur alleine geschrieben hätte.

Paulus hat diese Unterschrift auch deswegen mit Freude setzen können, weil in der Gemeinschaft mit seinen Mitverfassern und der Gemeinde Friede herrschte. Es ist ein Zeichen der lebendigen Gemeinschaft untereinander, daß am Ende des Briefes sinngemäß steht: „Der Herr des Friedens sei mit Euch allen!“

3. Drittens, Frieden, das ist ein Begriff des Herzens, ein Ausdruck von seelischer Reife.

Es sind nur drei kurze Verse, und es zeigt sich, daß da ganz viele Dinge positiv im Bewegung sind. Daß dabei von Frieden gesprochen wird, ist kein Widerspruch: Friede im Herzen, das ist Bewegung, kein Stillstand.

Friede im Herzen, das bedeutet ein lebendiges Herz. Friede im Herzen, das bedeutet ein von Liebe bewegtes Herz. Und dabei kommt man auf ganz viele Ideen, was man alles füreinander tun kann.

Friede im Herzen, das bedeutet bei all den vielen Dingen, die einen bewegen, daß dabei ein Gleichgewicht da ist, daß von all dem Guten, das getan werden kann, niemals zuviel des Guten getan wird.

Das ist ähnlich wie das Gehen auf zwei Beinen. Ich gehe einen Schritt mit meinem rechten Bein, das bedeutet nun keineswegs, daß das linke Bein nun böse oder gar überflüssig wäre. Ich brauche es, um den nächsten Schritt zu tun, um voranzukommen.

Solch ein Gleichgewicht, wie wir es von Kindesbeinen an gelernt haben, schrittweise voranzukommen, ist der Friede der Seele. Ein immer weiteres Voranschreiten in der inneren Entwicklung.

Bis hierher reicht unsere seelische Entwicklung, das was wir hier haben, haben wir erreicht. Aber der innere Friede im Herzen verlangt es von uns, weiterzugehen. Weitere Schritte zu tun in den Herausforderungen, die uns das Leben stellt, die uns Gott stellt.

Wir werden nach der Predigt das Lied „Ich singe dir mit Herz und Mund“ zu Ende singen mit der Strophe: „Ei nun, so laß ihn ferner tun, und red ihm nicht darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich sein.“

Das ist ein wunderschönes Lied, das ich sehr mag, und es seinerzeit zu meiner Konfirmation auswendig gelernt habe. Trotzdem will es mir scheinen, daß es doch nur ein matter Abglanz ist von dem, was Paulus meint, wenn er vom Frieden des Herzens spricht.

„Der Herr des Friedens sei mit Euch allen!“

Amen

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.


Gemeindelied: 291

7. Wohlauf, mein Herz, nun sing und spring, / und habe guten Mut!
Dein Gott, der Ursprung aller Ding', / ist gut und bleibt dir gut.

8. Er ist dein Schatz, dein Erb' und Teil, / dein Glanz und Freudenlicht,
dein Schirm und Schild, dein' Hilf' und Heil, / schafft Rat und läßt dich nicht.

9. Ei nun, so laß ihn ferner tun, / und red' ihm nicht darein
so wirst du hier in Frieden ruh'n / und ewig fröhlich sein.



Dank- und Fürbittgebet Vaterunser


Kollekte

Gemeindelied: 296

1. Nun danket alle Gott / mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut / an uns und allen Enden,
der uns von Mutterleib / und Kindesbeinen an
bis diesen Augenblick / unzählig Gut's getan.

2. Der ewig reiche Gott / woll' uns so lang wir leben
ein immer fröhlich Herz / und edeln Frieden geben,
in seiner Gnade uns / erhalten fort und fort
und uns aus aller Not / erlösen hier und dort.

3. Lob, Ehr' und Preis sei Gott, / dem Vater und dem Sohne
und auch dem heil'gen Geist / im höchsten Himmelsthrone;
ihm, dem dreiein'gen Gott, / als er im Anfang war
und ist und bleiben wird / wie jetzt so immerdar!

Segen



Arbegener Chor: "Angderm Liurber soss ech ist"


Arbegener Chor: "Et schoalt a Klung durch ias Gemin"


Konrad Rampelt: Grußworte Teil 1


Konrad Rampelt: Grußworte Teil 2


Kuratorin Ingeborg Petru: Grußworte und Bericht aus Arbegen Teil 1


Kuratorin Ingeborg Petru: Grußworte und Bericht aus Arbegen Teil 2


Dank an die Ehrengäste und Spender der Glockenmotoren für die Arbegener Kirchenglocken


Melzer-Band - "Komm hol das lasso raus"


Jacqueline - "Heut Anbend hab ich Kopfweh"


Gemütliches Beisammensein


Jacqueline - "1000 Träume weit" (Torneró)